Die kalte Digitalisierung

Wie muss sich Schule und unser Lernen nach der Krise verändern und welche Chancen bietet die kalte Digitalisierung für Familien und Schulen schon jetzt?

In der neuen Folge von #50waystoleavethecrisis ist Frau Professor Birgit Eickelmann zu Gast, die als Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Paderborn Schulpädagogik lehrt. Im Gespräch mit Thomas Schmidt von Helliwood bespricht Frau Eickelmann die kalte Digitalisierung der Corona Krise und deren Bedeutung für Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern. Sie selbst berichtet von ihrem eigenen Dazulernen durch das #Twitterlehrerzimmer oder die Beobachtung von Ideen wie digitalen Lernpatenschaften für Schülerinnen.

An Beispielen aus der ICILS Studie erläutert sie im Gespräch wie bis dato das Digitale immer ergänzend gesehen worden ist, aber vielleicht umgedacht werden muss, damit Deutschland nicht noch weiter den Anschluss verliert (den es im internationalen Vergleich bereits verloren hat). Nur 0,9% der Lehrerinnen haben überhaupt ein Arbeitsgerät für digitales Lernen zur Verfügung und einen IT-Support an den Schulen gibt es auch nicht.

Im Gespräch mit Frau Prof. Dr. Birgit Eickelmann sammelten wir Anregungen zu derzeitigen kalten Digitalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft.
Einige Tipps und Ideen, um Wege aus der Krise zu finden, haben wir in einem PDF zusammengefasst, dass man hier runterladen kann.

Aber, die Zuversicht wächst und die Chancen aus der Krise gestärkter herauszukommen sind gegeben. Nicht nur, dass der Bund sich nun an IT-Administratoren beteiligen wird, auch sind in diversen Szenarien hybride Lernformen möglich und nötig. Derzeit ist: „Der Umgang mit digitalem Lernen vom Geldbeutel abhängig“ stellen die Gesprächspartnerinnen fest und plädieren für eine klare Unterstützung aller Beteiligten.

Digitale Transformation, das bedeutet eben auch: Digital Learning Leadership, auch das kritische Personal mitzunehmen, die Jugendlichen vom Consumer zum Anwender (Prosumer) zu befähigen und immer wieder zu akzeptieren, dass sich digitales Lernen stetig verändert und ein Metawissen erforderlich ist. Generell ist festzuhalten: „Immer, wenn wir denken, wir haben was geschafft, dann stehen wir wieder am Anfang“, aber das ist auch unsere Chance.

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